Anzahl inserierter Immobilien steigt auf Rekordhoch! Was passiert mit den Preisen?

Stefan Perlebach

22.06.2022

Vor zwei Wochen haben wir uns aktuelle Marktzahlen auf ThinkImmo angeschaut und konnten einen Anstieg der Immobilien-Inserate von 15 % innerhalb von 4 Wochen konstatieren. Heute werfen wir erneut einen Blick auf unsere Zahlen und betrachten die weitere Entwicklung. Unser Fokus liegt dabei wieder auf der Anzahl online zum Verkauf angebotener Immobilien (Häuser und Wohnungen) sowie die Anzahl an Inseraten, bei denen der Kaufpreis reduziert wurde.

Inseratszahlen steigen auf neues Rekordhoch

Zwischen unserer letzten Analyse und der heutigen liegen lediglich zwei Wochen. Allein in diesem Zeitraum konnten wir auf ThinkImmo einen Anstieg aller online zum Verkauf angebotenen Immobilien von 200.099 auf 219.073 verzeichnen. Ein absoluter Anstieg um 18.974 und damit ein neues Allzeithoch an online zum Verkauf stehenden Inseraten auf ThinkImmo.

Die Datengrundlage ergibt sich dabei aus der Gesamtanzahl aller auf ThinkImmo eingespeisten Inserate von insgesamt 48 Partnerportalen (bestehend aus Zeitungen, Kleinanzeigenbörsen und Immobilienportalen). Doppelt inserierte Angebote werden von ThinkImmo automatisch erkannt und zu einem Inserat zusammengefasst.

Betrachten wir die Veränderung der Inseratsanzahl innerhalb der letzten sechs Wochen, stellen wir eine Zunahme der online zum Verkauf stehenden Wohnungen und Häuser in Höhe von 26 % fest. 44.884 Inserate mehr als am 12. Mai 2022.

Bei der Einzelbetrachtung der Kategorien "Wohnungen" und "Häuser" fällt wie in der vorherigen Analyse auf, dass im Vergleich weitaus mehr Häuser als Wohnungen auf den Online-Markt kommen beziehungsweise länger online bleiben.

In der Kategorie Häuser konnte ThinkImmo einen Anstieg von 115.398 Inseraten am 12. Mai auf 148.503 am 23. Juni verzeichnet werden. Ein Wachstum von 28,69 % innerhalb von sechs Wochen.

Auch in der Kategorie Wohnungen schreitet der Anstieg des Angebotes weiter voran. Standen am 12. Mai noch 58.791 Inserate zum Verkauf, sind es sechs Wochen später bereits 70.570. Ein Anstieg um 20,04 %.

Anzahl der Preisreduktionen steigt weiter an

ThinkImmo dokumentiert alle Preisreduktionen der sich online befindenden Inserate. Wir sprechen von einer Preisreduktion, wenn der Preis desselben Inserats heruntergesetzt wird. Der ursprüngliche und der reduzierte Preis werden in der Kaufpreishistorie für jedes Inserat von ThinkImmo erfasst.

Insgesamt waren am 26. Mai 10.206 reduzierte Inserate online, vier Wochen später sind es bereits 13.989. Ein Anstieg um 37,07 %. Da wir den ersten Snapshot für reduzierte Preise am 26. Mai 2022 gemacht haben, können wir hier lediglich die letzten vier Wochen betrachten.

Die Kategorie Häuser verzeichnete einen größeren Anstieg an reduzierten Angeboten im Vergleich zu den Wohnungen. Hier stieg die Zahl innerhalb der letzten vier Wochen von 5.542 auf 8.117 an, was einem Wachstum von 46,46 % entspricht.

In der Kategorie Wohnungen fiel der Anstieg von 4.664 auf 5.872 (entspricht 25,9 %) moderater aus.

Wie geht es weiter?

Immobilien(preise) reagieren naturgemäß langsamer auf Marktveränderungen als andere Assetklassen wie Aktien oder Crypto. An der massiven Zunahme des Online-Angebots lässt sich jedoch bereits jetzt erkennen, dass es in den nächsten Monaten durchaus zu einer Preisstagnation bzw. Senkung kommen könnte.

Mittel - und langfristig ist eine Prognose der Preisentwicklung aus unserer Sicht sehr schwer zu wagen, da es hier viele Fragen zu beantworten gilt. Hier fünf Beispiele:

  • Wie weit geht der Neubau mittelfristig durch steigende Materialkosten, Zinsen und Handwerkermangel zurück?

  • Wie stark erhöhen sich die Mieten (beeinflusst durch die Inflation und geringere Kaufbereitschaft?)

  • Wie entwickelt sich der Ukraine-Konflikt und die globale Versorgung mit Rohstoffen?

  • Droht eine längerfristige Rezession und könnte es eine Wiederholung des Kollapses am US-Häusermarkt wie 2008/2009 geben?

  • Wie wird sich die Demografie in Deutschland entwickeln [Alterspyramide vs. Zuwanderung (durch Krisen)]

Dies sind nur einige Fragen, deren Antworten die Entwicklung des deutschen Immobilienmarktes prägen werden.

Aktuell befinden sich viele potenzielle Käufer in Wartestellung und scheuen einen Kauf, da sie aufgrund der hohen Zinsen bereits sinkende Preise antizipieren und nicht bereit sind, vorhandene Angebotspreise zu akzeptieren. Gleichzeitig ist ein Angebotspreis eben auch nur das - ein Angebot, dass verhandelt werden kann!

Die aktuelle Marktlage und der Verkaufsdrucks einiger Immobililenbesitzer machen momentan massive Abschläge möglich und senken oftmals bereits jetzt schon "hinter den Kulissen" die Preise.


ThinkImmo hilft Dir dabei, reduzierte, & faire Angebote schneller zu identifizieren.

Hier kannst Du ThinkImmo kostenlos ausprobieren

Die besten Tipps für private Investoren

Schließe Dich unserer ThinkImmo-Community an und erhalte regelmäßig unseren Newsletter

Erhalte die besten Lektionen, Beobachtungen und News über private Immobilieninvestments

Schließe Dich unserer ThinkImmo-Community an und erhalte regelmäßig unseren Newsletter

Ähnliche Artikel

Immonews Juli 2022: Das News-Update für Investorinnen und Investoren

Im Juli 2022 gab es wieder spannende Entwicklungen am Immobilienmarkt zu beobachten - lukrative Chancen warten derzeit auf dich!


26.07.2022

Während schwieriger Zeiten investieren: So gelingt es

Wie gelingt es, selbst in einem schwierigen Umfeld möglichst sicher und erfolgreich zu investieren? Wir zeigen dir, welche Optimierungsmöglichkeiten du derzeit hast!


04.07.2022

Immobilien-News: Was geschah im Juni 2022?

Wir zeigen, welche Entwicklungen du im vergangenen Monat am Immobilienmarkt nicht verpassen durftest.


03.07.2022


Blog

Immonews Juli 2022: Das News-Update für Investorinnen und Investoren

Während schwieriger Zeiten investieren: So gelingt es

Immobilien-News: Was geschah im Juni 2022?

Anzahl inserierter Immobilien steigt auf Rekordhoch! Was passiert mit den Preisen?

Deutschlandweit 15% mehr Immobilien online

Copyright © 2022 Thinkimmo GmbH

Auch im Social Media vorne dabei