Anzahl an (preisreduzierten) Immobilien erreicht neues Rekordhoch!

Stefan Perlebach

20.11.2022

Im Mai dieses Jahres haben wir unsere erste Analyse zur Entwicklung der Anzahl inserierter Immobilien auf ThinkImmo veröffentlicht. Heute, sechs Monate später, betrachten wir erneut die Veränderungen am Immobilienmarkt durch die "ThinkImmo-Brille".

Unser Fokus liegt wie vor einem halben Jahr auf der Anzahl online zum Verkauf angebotener Immobilien (Wohnungen und Häuser) sowie die Anzahl an Inseraten, bei denen der Verkaufspreis mindestens einmal reduziert wurde.

Als Datengrundlage dient die Gesamtanzahl aller auf ThinkImmo eingespeisten Inserate von unseren insgesamt 48 Partnerportalen (bestehend aus Zeitungen, Kleinanzeigenbörsen und Immobilienportalen). Duplikate, also gleiche Immobilienangebote, die auf verschiedenen Partnerportalen gelistet wurden, werden von ThinkImmo automatisch erkannt und zu einem Inserat zusammengefasst, zählen demnach auch nur einfach.

Anzahl (preisreduzierter) Immobilien erreicht neues Rekordhoch

In dem vergangenen halben Jahr wurde der deutsche Immobilienmarkt, insbesondere durch den Zinsanstieg, ordentlich durchgeschüttelt. Auf ThinkImmo schlägt sich diese Marktdynamik in einer massiven Steigerung des Online-Angebots nieder. Von Mai bis November 2022 stieg die Anzahl aller online zum Verkauf angebotenen Immobilien von 182.856 auf 301.758 an. Ein Anstieg um 65,02 % und damit wiederholt ein neues Allzeithoch an online zum Verkauf stehenden Inseraten auf ThinkImmo.

Der Grund: Mehr Inserate kommen online, weil sie Offmarket nicht mehr über die Ladentheke gehen. Gleichzeitig bleiben Inserate viel länger online, weil sie auch hier auf eine substanziell niedrigere Nachfrage treffen.

Auch die Anzahl an preisreduzierten Immobilien hat ein neues Hoch erreicht. Waren am 26. Mai 2022 noch 10.206 Inserate preisreduziert, hat sich diese Anzahl mit 26.600 am 20. November 2022 weit mehr als verdoppelt. Verkäufer respektive Makler müssen zunehmend einsehen, dass "die alten Preise" nicht mehr abrufbar sind und zeigen sich weitaus verhandlungsbereiter als noch vor einigen Monaten. Dieser Trend schlägt sich nun auch massiv in den Online-Preisreduktionen nieder.

Zur Info: ThinkImmo dokumentiert alle Preisreduktionen der sich online befindenden Inserate. Wir sprechen von einer Preisreduktion, wenn der Preis desselben Inserats mindestens einmal heruntergesetzt wurde. Der ursprüngliche und der reduzierte Preis werden in der Kaufpreishistorie für jedes Inserat von ThinkImmo erfasst.

Einzelbetrachtung von Häusern und Wohnungen

Betrachten wir die Kategorien "Häuser" und "Wohnungen" separat, fällt auf, dass vergleichsweise mehr Wohnungen als Häuser auf den Online-Markt kommen, beziehungsweise länger online bleiben.

So konnte ThinkImmo in der Kategorie Häuser einen Anstieg von 120.061 Inseraten auf 186.968 verzeichnen. Ein Wachstum von 55,73 % innerhalb von knapp sechs Monaten.

Im Segment der Wohnungen schreitet der relative Anstieg des Angebotes noch schneller voran. Standen am 26. Mai noch 62.795 Inserate zum Verkauf, sind es mittlerweile 114.790. Ein Anstieg um 82,80 %.

Mehr Preisreduktionen im Wohnungssegment

Nicht nur der relative Anstieg online zum Verkauf stehender Wohnungen ist größer als der von Häusern. Das Wohnungssegment verzeichnet auch einen größeren Anstieg an reduzierten Angeboten. Insgesamt 13.147 Wohnungen sind aktuell mit mindestens einer Preisreduzierung gelistet. Eine Steigerungsrate von satten 181,89 %.

In der Kategorie Häuser fiel der Anstieg von 5.542 auf 13.453 (entspricht einer Steigerung von 142,75 %) im Vergleich ein wenig moderater aus.

Wie geht es weiter?

An unserer Einschätzung hat sich in den letzten sechs Monaten nicht viel geändert. Für Käufer mit guter Bonität und dem nötigen Eigenkapital können sich momentan und in den kommenden Monaten günstige Kaufgelegenheiten bieten. Durch den aktuellen Käufermarkt und potenziellem Verkaufsdrucks einiger Immobilienbesitzer sind massive Abschläge möglich.

Die anhaltende Zunahme des Online-Angebots lässt darauf schließen, dass es in den nächsten Monaten durchaus zu weiteren Preissenkungen kommen kann.

Um eine mittel - bis langfristige Prognose der Preisentwicklung auf dem Immobilienmarkt zu wagen, sind nach wie vor viele Faktoren einzubeziehen (u.a. Materialkosten, Zinsen, Handwerkermangel, Druck energetischer Sanierungen, Entwicklung der Mieten, Demografie -um ein paar relevante zu nennen). Einige dieser Faktoren sind besser zu prognostizieren als andere.

Nur eins scheint in diesen Marktzeiten gewiss zu sein: Unser ThinkImmo-Team wird weiterhin sein Bestes geben, um für Dich den Immobilienmarkt Stück für Stück transparenter zu machen!


ThinkImmo hilft Dir dabei, reduzierte, & faire Angebote schneller zu identifizieren.

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