Immonews: Das war im Mai wichtig

Matthias

27.05.2022

In den vergangenen Wochen hat sich wieder einiges am Immobilienmarkt in Deutschland getan. Wir fassen die wichtigsten Immonews, wie mittlerweile schon gewohnt, für dich zusammen, damit du weißt, welche Themen gerade relevant sind.

Immer mehr inserierte Objekte

Der Anteil an Offmarket-Deals nimmt ab. Immobilienmakler und Verkäufer müssen sich immer intensiver bemühen, um ihre Wunschpreise zu erzielen. Das zeigt sich auch daran, dass die Anzahl der inserierten Objekte deutlich gestiegen ist. Wir haben dazu einen eigenen Beitrag verfasst in dem detailliert aufgezeigt wird, welche Chancen sich deshalb derzeit für Investorinnen und Investoren ergeben. Sicher ist, dass durch die höheren Kreditkosten und die generelle Verunsicherung momentan mehr attraktive Deals auf dem Markt landen, während gleichzeitg die Käuferkonkurrenz nachlässt. Und findet also ganz „klassisch“ wieder Immobilien On-Market und muss nicht mehr der beste Freund des Maklers sein ;)

Indexmietverträge in der Kritik

Bauministerin Geywitz kritisiert, dass die Höhe der Miete, bei Objekten mit Indexmietverträgen, wegen der Inflation entsprechend stark steigen. Der Deutsche Mieterbund fordert sogar eine Kappungsgrenze bei Indexmietverträgen. Beiden Kritikpunkten tritt „Haus und Grund“ deutlich entgegen.

Und es gibt einige gute Argumente: Indexmietverträge sichern Vermietern eine wertgesicherte Miete zu. Dafür darf die Miete nicht an das marktübliche Niveau angepasst werden. Mieter haben umgekehrt die Sicherheit, dass die Miete nicht stärker steigt als die sonstige Inflation. Diese Methode nun zu kritisieren, wirkt fast schon skurril – schließlich bringt sie für beide Seiten auch Vorteile mit sich. Abgesehen davon wäre es wichtig, Deutschland weiterhin als attraktiven Markt für Immobilien-Investments zu positionieren – nur so werden neue Wohnungen geschaffen, die derzeit dringend benötigt werden. Details dazu gibt es in der Süddeutschen Zeitung nachzulesen.

Steigende Baukosten

Durch den Krieg gibt es weiterhin hohe Preise für Baumaterialien und Lieferschwierigkeiten. Business Insider berichtet, dass mehr als die Hälfte der Unternehmen davon ausgehen, dass die Kosten noch weiter steigen werden. Speziell Baumaterialien, die primär aus der Ukraine und Russland importiert werden, sind derzeit problematisch. Wie sich die Preise wirklich weiter entwickeln, bleibt jedoch offen, da auch der Verlauf des Krieges deutliche Auswirkungen darauf haben wird.

Spekulation mit Ackerland soll gestoppt werden

In Ostdeutschland hat der Bund in den vergangen Jahren große Ackerflächen verkauft. Damit wurde häufig spekuliert, die Preise haben sich deutlich erhöht. Zwischen der Preisentwicklung und dem Verkauf der Flächen stellt die Politik nun eine kausale Verbindung her. Um gegenzusteuern, sollen nun Ackerflächen nicht mehr einfach verkauft werden, sondern – bevorzugt an Ökobauern – langfristig verpachtet werden, berichtet der Spiegel. Ob das tatsächlich positive Auswirkungen auf die Preisentwicklung der dortigen Immobilien haben wird, bleibt abzuwarten, schließlich wird so wohl eher weniger neuer Wohnraum entstehen als bisher.

Kosten- und Zinssteigerungen

Die steigenden Kosten machen nicht nur Investoren zu schaffen, sondern auch Privatpersonen, die ein Einfamilienhaus errichten möchten. Hinzu kommt, dass die Kreditvergabe strenger geworden ist und die Zinsen gestiegen sind. Die Leistbarkeit des Traums vom Einfamilienhaus wird somit immer schwieriger. Doch auch gebrauchte Objekte sind oft nicht leicht zu bekommen und Sanierungen sind ebenfalls teuer. Auf Focus.de wird daher prognostiziert, dass immer weniger Einfamilienhäuser errichtet werden und zukünftig mehrgeschossige Bauten wichtiger werden, da Wohnungen schlichtweg besser leistbar sind.

Fazit

Derzeit prägen weiterhin Krieg, Lieferschwierigkeiten und Inflation die gesamte Immobilienbranche. Die steigenden Zinsen machen die Sache nicht einfacher und es bleibt abzuwarten, was passiert, falls im Herbst womöglich eine neue Covid-Welle anrollen wird. Sicher ist derzeit nur, dass es viele gegensätzliche Effekte gibt, die auf den Immobilienmarkt einwirken und Kaufpreise in die eine oder andere Richtung schieben (werden). Welche sich über die kurze, mittlere und langfristige Sicht durchsetzen können, beleuchten wir bald in einem weiteren Blog-Artikel.

Aus Investorensicht ist es in jedem Fall eine spannende Zeit. Wer weiterhin gute Finanzierungen bekommt, hat Chancen, Objekte zu reduzierten Preisen mit attraktiven Renditen zu erwerben – Vermieten sollte schließlich weiterhin unkompliziert möglich sein.

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