Immo-News im September: Das musst du wissen

Nico Vaziri

27.09.2022

In den vergangenen Wochen waren Themen rund um Immobilien medial wieder sehr präsent.

Gleich vorweg: Selbstverständlich prägen die allgemeine Teuerung und der Überfall Russlands auf die Ukraine weiterhin die Nachrichten. Dieses unsichere Umfeld wirkt sich auch auf alle Arten von Investments aus – egal ob an der Börse oder am Immobilienmarkt. Behalte also immer im Hinterkopf, dass die derzeitigen Nachrichtenmeldungen immer vor diesem außergewöhnlichen Hintergrund geschehen und es als Investor, der langfristig Vermögen aufbauen möchte, Unsicherheiten, Marktschwankungen und ähnliche Herausforderungen dich nicht in Panik versetzen sollten.

Wir fassen für dich nachstehend die wichtigsten Inhalte zusammen, damit du dir schnell einen Überblick zu den aktuellen Entwicklungen verschaffen kannst.

Restriktivere Kreditvergabe

Dass Banken bei Krediten genauer hinsehen, hat sich schon in den letzten Monaten abgezeichnet. Das wird nun auch durch eine Umfrage bestätigt, die Haufe.de zitiert. Es wird ausgeführt, dass nicht nur die strengeren Vorgaben relevant seien. Banken wollen auch sicherstellen, dass in Zeiten hoher Inflation die Tilgungsraten trotzdem leistbar sind. Finanzierungen von über 100 Prozent sind daher nur noch schwierig möglich. Es wird somit nicht „nur“ die persönliche Situation des Kreditnehmers, sondern auch die Immobilienbewertung, deutlich strenger als bisher.

Auswirkung für Investoren: Die Konsequenz dieses Trends, der seit Monaten bereits anhält, ist ganz klar. Es wird schwieriger, hohe Kredite zu bekommen und gleichzeitig steigen auch noch die Zinsen. Du solltest daher mehrere Maßnahmen kombinieren:

  • Versuche, Immobilien günstiger einzukaufen.

  • Kalkuliere vorsichtig, damit du die höheren Finanzierungskosten sicher abdecken kannst.

  • Vergleiche Angebote von Banken und versuche, eine möglichst gute Beziehung zu Kreditinstituten aufzubauen.

Steigende Mieten und höhere Immobilienpreise in Sicht?

Während manche Medien zuletzt berichtet hatten, dass die Nachfrage nach Eigentumsobjekten zurückgeht, zeichnen sich nun steigende Mieten ab. Einerseits durch die Inflation, andererseits wohl auch, weil Menschen, für die der Traum vom Eigenheim unleistbar geworden ist, eine Immobilie mieten, statt zu kaufen. Das könnte den Wert der Immobilien erst recht wieder steigern.

Das Handelsblatt zitiert den Immobilienverband Deutschland diesbezüglich so, dass der Trend zu steigenden Mieten auch in mittleren und kleinen Städten zu beobachten ist.

Die Inflationsrate liegt zwar generell gerade deutlich über den steigenden Mieten (3-4 Prozent). Doch der oft erwähnte Einbruch des Immobilienmarktes scheint derzeit nicht einzutreten.

Forderungen nach staatlichen Eingriffen

Aus ganz unterschiedlichen Ecken kommen in den vergangenen Wochen Rufe nach staatlichen Eingriffen am Immobilienmarkt. Das Handelsblatt berichtet gleich mehrmals:

Die Bauindustrie fordert ein dringendes Eingreifen bei den Energiepreisen. Es wird gewarnt, dass Bauprojekte ansonsten gestoppt werden, Arbeitslosigkeit und Mangel an Wohnraum könnten die Folgen sein.

In eine ganz andere Richtung gehen die Wünsche der Gewerkschaft IG Bau. Sie spricht davon, der Bund solle sich direkt bei großen Immobilienkonzernen beteiligen. Durch das damit einhergehende Mitspracherecht sollen künftig Mieten gedämpft werden.

Leistbares Wohnen

Zum Thema des leistbaren Wohnens gibt es noch weitere Berichte. Die Tagesschau thematisiert, dass sich viele Jungfamilien den Bau eines Eigenheims nicht mehr leisten können. Das ist keine neue Nachricht, doch es wird nun auch dazugesagt, dass sich mittlerweile zeigt, dass viele Baufamilien doch mit mehr Eigenkapital ausgestattet sind und bereit sind, dieses für den Bau eines Einfamilienhauses einzusetzen.

Die FAZ ergänzt dazu passend, dass gemäß neuesten Statistiken die Preise für Einfamilienhäuser weiter gestiegen sind. Besonders Häuser in ländlichen Gebieten wurden im Zeitvergleich weiter teurer. Somit sind genau dünner besiedelte Gebiete, die bisher in absoluten Zahlen günstigere Immobilienpreise vorzuweisen hatten, von nun von stärkeren Preisanstiegen betroffen.

Fazit für Investoren

Der Immobilienmarkt ist derzeit nicht einfach. Steigende Zinsen, schwierigere Kreditvergaben, teure Handwerker und Lieferengpässe bei Baumaterialien. Doch es gibt auch einen großen Lichtblick aus Investorensicht: Die Preise sind nicht nur stabil, sondern steigen sogar weiterhin leicht an. Es sind zwar mehr Eigentumsobjekte am Markt verfügbar, doch von Panikverkäufen keine Spur. Selbst bislang weniger begehrte Lagen locken nun Käufer an, die in bisher günstigere Gegenden ausweichen müssen. So steigen nun auch dort die Immobilienpreise. Weiterhin gibt es warnende Stimmen, doch diese kommen derzeit vor allem aus der Bauwirtschaft, getrieben von der Sorge, es könne weniger Aufträge geben. Das würde jedoch nur für eine mittelfristig weitere Verknappung von Immobilien sprechen – und somit wohl auch für weiter steigende Immobilienpreise.

Profis suchen nun nach möglichst günstigen Finanzierungsmöglichkeiten und preiswerte Immobilien – denn für Panik oder gröbere Zukunftsängste betreffend schwerer, anhaltender Preiseinbrüche, gibt es unter Immobilienbesitzern derzeit wohl kaum einen realen Anlass.

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