Während schwieriger Zeiten investieren: So gelingt es

Nico Vaziri

04.07.2022

Hohe Inflation, teure Handwerker, Lieferprobleme bei Materialien, generelle Unsicherheit – all diese Faktoren tragen derzeit dazu bei, dass es schwieriger ist als früher, erfolgreich zu investieren. Doch selbst in turbulenten Zeiten ist es möglich, attraktive Investments zu tätigen. Die Grundlage dafür erschaffst du dir, indem du dich entsprechend gut vorbereitest. Damit dir das gelingt, fassen wir für dich zusammen, welche Hausaufgaben du vor deinem (nächsten) Investment erledigen solltest.

Investmentstrategie definieren

Damit du dich bei einer Investment-Entscheidung wohlfühlst und diese Entscheidung bewusst treffen kannst, brauchst du als Grundlage eine klare Strategie. Du definierst Ziele, die du durch deine Investmenttätigkeit erreichen willst. Mache das möglichst konkret, also mit einem Zeitpunkt versehen, an dem du dieses Ziel erreicht haben willst und sorge dafür, dass deine Ziele messbar sind.

Ein einfaches Beispiel: „Ich möchte bis zum Jahr 2025 mindestens fünf vermietete Wohnungen in Deutschland erwerben, die eine Gesamtrendite von über drei Prozent netto erzielen.“

So hast du ein klares ziel vor Augen und gleichzeitig legst du auch fest, wie du dieses Ziel erreichen möchtest. Das kann beispielsweise bedeuten, dass du ausschließlich bereits vermietete Immobilien erwerben willst und auf eine klassische Buy and Hold Strategie setzt, um beim genannten Strategie-Beispiel zu bleiben.

Mit einem definierten Ziel und einer Strategie hast du dir selbst Leitplanken für deine Investmenttätigkeiten geschaffen. Du gibst dir Rahmenbedingungen vor, die dir später Entscheidungen erleichtern.

Finanzierung sichern

Steigende Zinsen bedeuten steigende Kosten bei Immobilien-Investments. Deshalb spielt es eine immer größere Rolle, einen Kredit mit attraktiven Konditionen zu bekommen. Diese höheren Finanzierungskosten musst du bei deiner Gesamtkalkulation des Investments beachten. Denn sie schmälern deine Rendite. Der einzig positive Nebeneffekt ist, dass die Zinsen steuerlich absetzbar sind. Jedoch solltest du genau kalkulieren, inwieweit du einen günstigeren Einkaufspreis benötigst, um wegen der höheren Kreditzinsen trotzdem die gewünschte Rendite zu erzielen.

Für die Finanzierung ist entscheidend, dass du deine Unterlagen bestens aufbereitest. Präsentiere der Bank deine finanzielle Gesamtsituation. Mach dir Gedanken, welche Sicherheiten du einbringen kannst. Je strukturierter, kompletter und besser aufbereitet deine Dokumente sind, desto bessere Chancen hast du, weiterhin gute Konditionen bei Banken aushandeln zu können.

Jetzt ist auch die Zeit gekommen, Angebote von Banken intensiver zu vergleichen. Viele Investoren haben bisher alle Finanzierungen mit ein und derselben Bank abgewickelt, da das Zinsniveau ohnehin so niedrig war, dass es kaum Unterschiede gab. Doch jetzt hat sich die Situation maßgeblich verändert. Deshalb kann es sich lohnen, auch bei anderen Banken vorstellig zu werden und genau zu prüfen, welches Kreditinstitut tatsächlich der perfekte Partner für die nächste Finanzierung ist. Schon kleine Unterschiede in den Konditionen wirken sich im Lauf der Jahre schließlich beträchtlich auf deine Finanzplanung aus.

Absicherung bedenken

Immobilien sind langfristige Investments, bei denen du dich nicht zu sehr von vorübergehenden Unsicherheiten beeinflussen lassen solltest. Trotzdem lassen sich die Emotionen beim Investieren meist nicht ganz abstellen und in unsicheren Zeiten sehnen sich Investorinnen und Investoren nach einem höheren Maß an Sicherheit. Um diesem Bedürfnis gerecht zu werden, hast du bei einem Immobilien-Investment gleich mehrere Möglichkeiten:

Wähle einen Kredit mit Fixzinsperiode: So lässt sich besser planen, welche monatlichen Kosten auf dich zukommen. Auch ein Kredit mit Zinsobergrenzen und Untergrenzen ist eine Option.

Kaufe mit höherem Eigenkapitalanteil: Wenn du ausreichend Kapital besitzt, kannst du den EK-Anteil des nächsten Investments erhöhen. Nachdem es gerade kaum andere, attraktivere Möglichkeiten für Investitionen gibt, macht es keinen Sinn, das Kapital am Tagesgeldkonto zu bunkern. Gleichzeitig reduzierst du so den nötigen Kreditbetrag und somit auch die monatliche Kreditrate.

Wähle deine Investments vorsichtiger: Achte genau darauf, ob eine Immobilie wirklich deinen Vorstellungen entspricht und du sie zu einem attraktiven Preis kaufen kannst. Es gibt derzeit zwar mehr Angebote als noch vor einigen Monaten, doch es gilt innerhalb dieser zahllosen Objekte das ideale Investment für deinen Bedarf finden. Triff keine überstürzten Entscheidungen, kalkuliere genau und besichtige lieber etwas mehr Objekte, bevor du eine Kaufentscheidung triffst.

Finanzen im Griff haben: Nicht nur deine Investments sind wichtig, auch deine sonstigen Finanzen müssen krisensicher sein. Hast du einen ausreichenden Notgroschen? Welche Kosten kannst du optimieren? Nimm dir ein paar Stunden Zeit, um deine gesamten Finanzen im Blick zu haben und Verbesserungsmöglichkeiten zu finden. So bleibt dir dann wieder mehr Kapital für neue Investments.

Durch diese Schritte gelingt es dir, mehr Sicherheit in deine Investmentplanung zu bringen. Entscheidend ist, dass du dir die Zeit dafür nimmst, diese Maßnahmen zu ergreifen, auch wenn die Erledigung dieser Punkte (Finanzierungsangebote vergleichen, eigene Finanzen durchforsten, etc.) nicht immer zu den Lieblingsaufgaben von Investoren gehören.

Optimierung im Bestand

Viele Investorinnen und Investoren besitzen bereits Immobilien und sind nun auf der Suche nach weiteren Objekten. Doch auch deinem bisherigen Bestand solltest du derzeit große Aufmerksamkeit widmen. Dafür gibt es gleich mehrere Gründe.

Erstens ist es so, dass Sanierungen deutlich teurer geworden sind und länger dauern können. Diese solltest du daher möglichst gut einplanen. Einerseits finanziell, andererseits auch zeitlich, damit sanierungsbedürftige Objekte rasch wieder vermietet werden können.

Zweitens kannst du auch mit Bestandsobjekten dafür sorgen, dass die Sicherheit deiner Investments steigt, sich deine Bonität verbessert und somit auch die Finanzierung für die nächsten Immobilienkäufe einfacher wird. So kannst du beispielsweise Indexmietverträge abschließen, bei denen die Nettomiete an die Inflation angepasst wird. Das reduziert dein Risiko der zukünftigen Kaufkraftentwertung der Mieteinnahmen.

Selbstverständlich solltest du gerade jetzt auch jede Möglichkeit nutzen, um maximale Rendite aus deinen bisherigen Objekten zu ziehen. Vielleicht gibt es noch Nebenflächen, die bisher nicht vermietet wurden oder günstig geschaffen werden können, etwa ein Autoabstellplatz? Auch hier solltest du alle Optionen prüfen, um deinen Cashflow zu verbessern.

Passende Immobilien finden

Wir haben in unserem Blog bereits ausführlich darüber berichtet, dass es derzeit mehr Immobilien am Markt gibt als noch vor einigen Monaten. Das ist für Investorinnen und Investoren grundsätzlich eine erfreuliche Entwicklung, denn so hast du nun die Chance, aus mehr Objekten die für dich passenden Immobilien zu wählen.

Allerdings bringt genau dieses große Angebot auch Herausforderungen mit sich. Du könntest in Versuchung geraten, eine Immobilie vergleichsweise schnell zu kaufen, weil es sich gerade so ergibt. In dieser Situation solltest du dich unbedingt an deine definierte Strategie erinnern und dieser treu bleiben. Ein weiterer Aspekt ist, dass es mit dem steigenden Angebot schwieriger und zeitintensiver wird, passende Objekte zu finden – schließlich musst du all diese Inserate durchforsten, bis tatsächlich eine Kaufentscheidung fällt.

Eine große Erleichterung für diese Problematik ist, dass du bei ThinkImmo ganz gezielt nach Objekten filtern kannst, die deiner Renditeerwartung entsprechen. So siehst du nur Immobilieninserate in der gewünschten Region, der passenden Preisklasse und mit entsprechend hoher Rendite. Einfacher kannst du es gerade jetzt, wo so viele Objekte am Markt sind, nicht haben. Starte noch heute deine Suche nach attraktiven Investment-Immobilien mit unserer praktischen Suchfunktion:

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