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Ist Weihnachten der ideale Zeitpunkt, um Immobilien zu kaufen? 

Remy Sharp

Fabian Lurz

Mittwoch, 23.12.2020

Die Weihnachtsfeiertage und das Neujahrsfest stehen vor der Tür. Durch die Covid-Pandemie werden die Festlichkeiten wohl bei uns allen dieses Jahr etwas überschaubarer ausfallen als in einem normalen Jahr.

Wenn wir also schon rund um Weihnachten etwas Freizeit haben lohnt es sich, die Chance zu nutzen und sich Gedanken rund um Geldanlage zu machen. Die Pläne, die in diesen Tagen geschmiedet werden in die Tat umsetzen – das ist gleich ein guter Vorsatz für das Jahr 2021! 

Deshalb sehen wir uns in diesem Beitrag genauer an, ob die Weihnachtszeit für Immobilienkäufe geeignet ist und worauf geachtet werden muss. 

Immobilienmarkt zur Weihnachtszeit

Wie in wohl allen Bereichen kehrt auch am Immobilienmarkt rund um die Weihnachtsfeiertage Ruhe ein. Immobilienmaklerinnen und Makler genießen die ruhigen Feiertage und so kommt es, dass in Summe weniger neue Inserate online publiziert werden.

Das heißt allerdings nicht, dass es für Immobilieninvestoren zu Weihnachten nichts zu tun gäbe – ganz im Gegenteil! Denn die Feiertage, und generell die Zeit Richtung Jahreswechsel, bieten sich für viele Menschen auch an, um den Verkauf der eigenen Immobilie endlich voranzutreiben.

Wer ohne Makler verkaufen möchte, nutzt die freien Tage vielleicht, um endlich ein Inserat zu erstellen. Dementsprechend lohnt es sich, gerade jetzt neue Inserate durchzusehen. Es sind zwar in Summe weniger neue Inserate als sonst, doch gerade jetzt könnte die perfekte Immobilie dabei sein – womöglich direkt, ohne Maklercourtage. 

Abseits der Anzahl der Inserate gibt es noch weitere Aspekte zu bedenken. So kann es sein, dass nicht alle Menschen gleich motiviert nach Immobilien suchen. Das heißt: die Konkurrenz ist rund um die Weihnachtstage vielleicht gelegentlich im Winterschlaf! 😉 

Hinzu kommt, dass die Suche nach passenden Immobilien etwas stressfreier möglich ist. Gerade bei günstigen Angeboten muss man oft schnell sein. Doch wer zu Weihnachten eine Immobilie inseriert, hat häufig selbst nicht sofort Zeit für eine Besichtigung. Im Fokus steht also die Suche nach passenden Objekten und die Kontaktaufnahme, während Besichtigungen dann erst später stattfinden werden.

Damit sind wir auch schon bei einem weiteren wichtigen Punkt angelangt, nämlich der Frage, wie die Feiertage rund um das Thema Immobilieninvestments sonst noch gut genutzt werden können.

Wofür die Feiertage noch nutzbar sind

Inserate durchsuchen und Kontakt aufnehmen schön und gut, doch Besichtigungen finden seltener statt und Verkäufer und Makler antworten etwas langsamer als sonst. Es bleibt also weitere Zeit über, die sinnvoll genutzt werden kann. Nun gilt es also, sich zwei zentralen Aufgabengebieten zu widmen, die für alle Investorinnen und Investoren wichtig, aber nicht immer das Lieblingsthema, sind: Steuern und Kalkulation! 

Steuerliche Aspekte zum Jahresende

Gerade, wenn rund um die Feiertage etwas Zeit bleibt, kann die eigene Buchhaltung auf den neuesten Stand gebracht werden. Außerdem lohnt es sich, mit einem Steuerberater alle Optionen für legale Optimierungen zu besprechen und zu prüfen, ob vor dem Jahresende noch die ein oder andere gewinnmindernde Investition getätigt werden sollte.

Alle Unterlagen für die eigene Buchhaltung und rund um alle steuerlichen Angelegenheiten immer gut sortiert und aktuell zu halten, ist extrem wichtig. So bewahrt man selbst den Überblick und kann bei einer potenziellen Prüfung ohne großen Zusatzaufwand alle Belege strukturiert vorweisen. Darüber hinaus kann es sich lohnen, für sich selbst weiterführende Berechnungen anzustellen. Was dahingehend alles möglich ist, sehen wir uns als nächstes genauer an.

Bonität verbessern

Empfehlenswert ist auch ein Blick auf die eigene Bonität. Diese beeinflusst, welche Konditionen Banken für die Finanzierung von Immobilienkäufen anbieten. Dabei lohnt es sich zu prüfen, welche Bonitätseinstufung Unternehmen wie Creditreform vornehmen. Oft kann es der Fall sein, dass diese Ratingagenturen nicht alle Unterlagen vorliegen haben. So kommt es dann zu einer schlechteren Einstufung, die nicht die Realität widerspiegelt. Daher sollten die vorhandenen Unterlagen geprüft und ergänzt werden – etwa, indem freiwillig zusätzliche Dokumente bereitgestellt werden. 

Eine weitere Möglichkeit ist, die eigenen Berechnungen optisch ansprechend zu gestalten und bereits so aufzubereiten, dass sie nur noch mit Daten einer bestimmten Immobilie befüllt werden müssen. Diese gut aufbereiteten Unterlagen können dann, wenn es zu Gesprächen mit der finanzierenden Bank kommt, dem Kreditinstitut vorgelegt werden. Wer hier mit professionellen Unterlagen auftritt, macht sofort einen besseren Eindruck und steigert so die Chance, das Vertrauen von Banken zu erlangen. 

Richtiger Zeitpunkt für den Immobilienkauf

Wenn wir über Immobilieninvestments und die Weihnachtszeit sprechen, stellt sich selbstverständlich auch die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt, um eine Immobilie zu kaufen. Dabei ist zu betonen: es kann nicht auf den perfekten Zeitpunkt gewartet werden, denn niemand weiß, wann dieser Zeitpunkt war, ist oder sein wird.

In der Vergangenheit konnten Immobilien, über längere Zeit betrachtet, größtenteils hohe Wertzuwächse erzielen. Doch egal ob an der Börse oder wenn es um Immobilien geht: Historische Entwicklungen sind kein fixer Indikator für zukünftige Marktzustände. Auf den perfekten Zeitpunkt zu lauern oder die ideale Immobilie, führt bei vielen Menschen dazu, dass sie tatsächlich nie ein Investment tätigen. Wie sollte also vorgegangen werden? 

Der erste Schritt lautet, sich selbst klare Kriterien vorzugeben. Das können beispielsweise ein maximaler Kaufpreis, eine fixe Eigenkapitalquote und eine Mindestrendite sein. Dann gilt es, passende Objekte zu finden, den Markt besser zu kennen und zu verstehen und nach einer gewissen Phase, in der ein Gefühl für den Markt entwickelt wird, auch eine finale Entscheidung zu treffen.

Dieses „ins Tun kommen“ ist ein wichtiges Gefühl, das erreicht werden muss. Gerade der erste Immobilienkauf kann eine große Überwindung sein, auch wenn alles gut kalkuliert wurde. Gerade deshalb ist es wichtig, sich dessen bewusst zu sein. Wer die Sache gut vorbereitet angeht, wird sich dabei sicherer fühlen und kann dann auch, nach einer angemessenen Zeit, tatsächlich den Kauf der ersten Immobilie abschließen. 

Mieterinnen und Mieter kontaktieren

Wer bereits in Immobilien investiert hat, für den ergibt sich zu Weihnachten auch noch eine ganz andere Gelegenheit. Die eigenen Mieterinnen und Mieter sollten kontaktiert werden. Ein kurzer, weihnachtlicher Gruß erfreut jeden Menschen, er schafft Vertrauen und eine positive Stimmung zwischen Vermieter- und Mieterseite.

Deshalb sollte man sich kurz die Zeit nehmen, die eigenen Mieterinnen und Mieter anzurufen oder ihnen eine Nachricht zu schreiben, denn glückliche Mieterinnen und Mieter bleiben schließlich auch länger in ihren Wohnungen und ein gutes, freundliches Gesprächsklima kann immer nur vorteilhaft sein. 

Fazit

Weihnachten ist nicht die Zeit, in der die meisten Inserate veröffentlicht werden. Doch es lohnt sich, die Chance zu nutzen, dass die Konkurrenz womöglich weniger aktiv ist als sonst.

Ist kein passendes Objekt dabei, so gibt es genug Anderes zu tun. Von der Buchhaltung und der steuerlichen Optimierung können viele Maßnahmen gesetzt werden, um die eigene Investment-Situation zu verbessern. Ein besonders spannender Punkt kann die Verbesserung der Bonität sein. Schließlich können günstigere Kredit-Konditionen gleich einen beträchtlichen Mehrwert schaffen, der im Lauf der Zeit entsteht, da niedrigere Zinsen bezahlt werden müssen. 

In diesem Sinne wünschen wir euch allen frohe Weihnachten und erholsame, aber auch aktive Feiertage!

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