Mehrfamilienhäuser im ländlichen Raum als Investment

Matthias

07.06.2022

Der Investmentfokus vieler Investoren liegt oft im städtischen Bereich. Schließlich gibt es hier den großen Vorteil, Wohnungen in zumindest guter Lage sehr schnell vermieten zu können. Das sorgt für planbare Rendite und geringes Risiko. Doch auch im ländlichen Bereich besteht die Chance auf attraktive Immobilien-Investments. Durch die derzeitige Lage am Immobilienmarkt, die hohe Inflation und steigende Finanzierungskosten, ergeben sich neue Gelegenheiten. Wie du diese Situation für dich nutzen kannst, wenn du schon länger überlegt hast, abseits der Großstadt zu investieren, zeigen wir in diesem Beitrag.

Mehrfamilienhäuser im ländlichen Gebiet – darum sind sie nötig

Bislang wurden in vielen Dörfern und größeren Ortschaften fast nur Einfamilienhäuser errichtet. Doch derzeit gibt es verschiedene Trends, die dafür sorgen, dass sich dies ändert.

Der erste Aspekt betrifft den Klimawandel. Verdichteter Wohnbau bedeutet, dass in Summe weniger Fläche pro Person verbaut wird als es bei Einfamilienhäusern der Fall wäre. Hinzu kommt, dass ein Haus – wegen steigender Baukosten und strengeren Finanzierungsauflagen – immer schwieriger leistbar wird. Auf dem Markt sorgen somit zwei zentrale Gründe dafür, dass Mehrfamilienhäuser im ländlichen Raum immer wichtiger werden:

Der finanzielle Druck steigt (Baukosten, Mieten, etc.) – eine Wohnung ist leichter leistbar als der Bau oder Kauf eines Einfamilienhauses.

Nachhaltigkeit: Verdichteter Wohnbau bedeutet, dass weniger Boden versiegelt wird, da mehrere Etagen errichtet werden.

Sehen wir uns beide Aspekte nun etwas genauer an, denn als Investorin bzw. Investor ist es kritisch zu verstehen, welche mittelfristigen Entwicklungen am Markt wichtig sein werden und was dies für Dein Handeln bedeuten kann.

Einfamilienhaus schwieriger leistbar

Der Bau von Einfamilienhäusern wurde zuletzt immer teurer. Die Baukosten schießen in die Höhe, weil es Lieferengpässe gibt, somit Material fehlt und dann ist da auch noch der Fachkräftemangel. Hinzu kommen die Auswirkungen des Ukraine-Krieges und der Covid-Pandemie. Russland und Ukraine waren bislang wichtige Zulieferer (u.a.: sibirische Lärche, Fliesen, etc.) und auch durch die extrem strengen Lockdowns in Asien verzögern sich zahlreiche Lieferungen (u.a.: Komponenten für PV-Anlagen).

Nun kommt hinzu, dass die Zinsen für Immobilien- und Baukredite steigen. Banken vergeben Kredite außerdem strenger. Das Einkommen wird genau geprüft, zusätzliche Sicherheiten werden gerne gesehen, denn die Regeln für die Kreditvergabe wurden verschärft. Viele junge Familien hätten ihren Traum vom Haus gerade noch so finanzieren können als die Zinsen etwas niedriger waren. Die höheren Raten sind für manche nun schlichtweg nicht leistbar.

Neue Zielgruppen entstehen

Die Situation stellt sich daher heute so dar: Es wurde Eigenkapital angespart und es ist regelmäßiges Einkommen vorhanden. Die Wohnsituation soll verbessert werden, eventuell wird sogar dringend Platz benötigt, weil Nachwuchs geplant ist. Ein Haus ist jedoch nicht (mehr) leistbar. Menschen, die in diese beschriebene Gruppe fallen, müssen Alternativen suchen.

Diese Alternativen können Mehrparteienhäuser im ländlichen Raum bieten, wo es große Wohnungen zu mieten gibt oder vielleicht auch ein kompaktes Reihenhaus. So werden die Must-Have-Bedürfnisse, die meist lauten „mehr Platz und im Grünen“ erfüllt. Wenn auch nicht in anfangs gewünschter Form, sprich Eigentum, sondern nun zur Miete und eventuell mit einer Wohnung statt mit einem Haus.

Ältere Menschen benötigen barrierefreien Wohnraum

Eine weitere Zielgruppe sind ältere Menschen, die bislang auf großer Fläche im ländlichen Gebiet gelebt haben. Sind die Kinder erst einmal erwachsen, wird der Wohnraum oft nur noch anteilig genutzt. Zimmer stehen leer, eventuell gibt es eine Scheidung – das Haus wird zu groß. Gleichzeitig wird die Bevölkerung Deutschlands immer älter. Das bedeutet, Menschen leben immer länger in Immobilien, die für ihre Bedürfnisse eigentlich unpassend sind. Denn große Fläche bedeutet viel Arbeit und höhere Erhaltungskosten. Wer in Rente geht, muss die Betriebskosten stemmen können und körperlich so fit sein, die Liegenschaft in Schuss zu halten.

Für diese Bevölkerungsgruppe ist das Angebot an Immobilien überschaubar. Und das, obwohl die Zielgruppe wächst. Barrierefreie, kompakte Wohnungen mit Freiflächen wären hier gefragt. Am besten vielleicht noch mit einem Gemeinschaftsraum im Gebäude, um andere Bewohner zu treffen. Erdgeschossflächen in Mehrparteienhäusern eignen sich für dieses Konzept perfekt. Sie können als „Rentner-Wohnungen“ umgebaut werden – fernab des betreuten Wohnens, versteht sich, sondern einfach als praktische Alternative für eine entspannte Zeit, mit wenig Aufwand um zu putzen, ohne Stufen, dafür mit einem barrierefreien Bad.

Durchdachte Nutzungskonzepte schaffen

Investorinnen und Investoren haben somit die Möglichkeit, im ländlichen Gebiet durchdachte Konzepte umzusetzen, bei denen Flächen optimiert genutzt werden. Häuser können maßgeschneidert entwickelt werden, genau für die Bedürfnisse dieser Zielgruppen (Jungfamilien mit Platzbedarf, barrierefreie Wohnungen, etc.). Diese unterschiedlichen Gruppen mit einem Neubauprojekt anzusprechen, ist einfach. Denn marketingmäßig lassen sich beide Gruppierungen relativ einfach erreichen. Ein schöner Nebeneffekt ist, dass die Mieter-Struktur im Gebäude dann gut gemischt ist, von jung bis alt. Diese ganz unterschiedlichen Nutzungsideen in einer Immobilie zu kombinieren, sorgt zudem für Diversifizierung innerhalb dieses Investments.

Mehrfamilienhäuser als Investment: Deine derzeitige Chance

Für Investorinnen und Investoren bieten ländliche Gebiete derzeit verschiedene, attraktive Möglichkeiten. Die beschriebenen Optionen sind dabei nur zwei Möglichkeiten, um mit klugen Neubauten hohe Miet-Renditen zu erzielen. Doch auch Bestandsobjekte können interessant sein. Denn abseits der Großstadt bieten Mehrfamilienhäuser normalerweise höhere Renditen. Zu bedenken ist, dass ein höheres Risiko für Leerstand gegeben ist. Doch wenn die Immobilie so entwickelt wird, dass sie ganz klare Zielgruppen anspricht, reduzierst du Leerstände mit Sicherheit. Ein weiterer Aspekt ist, dass Mehrparteienhäuser im Bestand oft noch Potenzial für zusätzliches Einkommen bergen. Vielleicht können noch Parkplätze vermietet werden, Garagen errichtet werden oder du lässt die Rendite einer Photovoltaik-Anlage kalkulieren, die am Dach angebracht werden kann.

Wichtig ist, ein ganzheitliches Konzept für dein Investment zu verfolgen. Wenn du ein Mehrparteienhaus erwirbst, brauchst du eine machbare, konkrete Idee, wie die Rendite der Liegenschaft maximiert werden kann. Das beginnt bei zielgruppengerechten Grundrissen (kompakter, barrierefreier Wohnraum, Familienwohnungen, etc.) und reicht bis hin zur Schaffung zusätzlicher Einkommensströme, etwa durch die Produktion von grünem Strom.

Eine solch ganzheitliche Herangehensweise ist nicht nur für dich und deinen finanziellen Erfolg wichtig. Sondern du kannst diese Überlegungen auch, einfach in einem Excel-File, in Zahlen gießen und deiner Bank präsentieren. Denn so wird es deutlich einfacher, eine Finanzierung zu bekommen. Klare Finanzpläne und ein echtes Nutzungskonzept für die Immobilie können dafür sorgen, dass deine Finanzierung zu besseren Konditionen genehmigt wird. Das steigert die Gesamtrendite deines Investments.

Mehrfamilienhaus als Investment finden

Wer keine Expertise mit der Errichtung eines Neubaus hat, kann einfach ein Bestandsobjekt erwerben. Wichtig dabei ist, die Immobilie mit einem Sachverständigen oder zumindest einem Baumeister unter die Lupe zu nehmen. Denn große Flächen bedeuten hohe Sanierungskosten, sofern Mängel auftauchen, die du nicht vorab erkannt und in deine Finanzplanung aufgenommen hast. Damit du passende Objekte entdeckst, nutzt du am besten unsere Suchfunktion. Denn bei Thinkimmo kannst du direkt nach der erwarteten Rendite sowie dem Marktwert gezielt filtern. So findest du sofort Mehrfamilienhäuser, die nicht nur in der gewünschten Lage sind, sondern auch deinen finanziellen Vorstellungen gerecht werden.

Da derzeit manche Immobilienbesitzer deutlich mit den steigenden Zinsen zu kämpfen haben, bist du in der glücklichen Position, dass es attraktive Angebote gibt. Du hast gute Chancen auf Objekte, die noch vor einem Jahr einfach offmarket verkauft worden wären. Wenn du diese spannende Phase nutzen willst, um dein erstes Mehrfamilienhaus als Investment zu kaufen, kannst Du hier mit Deiner Suche sofort loslegen:


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